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Deutsche Gesellschaft der Parfümeure (DGP)
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Geschichtlicher Überblick der SEPAWA

Die Historie der SEPAWA enthält eine Vielzahl von Facetten zur Geschichte des Seifensiederhandwerks und der nachfolgenden Technologien zur Herstellung von Produkten der Reinigung und Hygiene sowie des Wohlbefindens unseres täglichen Lebens. Sie spiegelt detailliert die vielfältigen Bemühungen seiner Mitglieder wider, eine Standes- und Fachvereinigung über Jahrhunderte hinweg aktiv zu gestalten und sie trotz schwieriger geschichtlicher Ereignisse immer mit Leben zu erfüllen.

Die Vereinigung der Seifen-, Parfüm- und Waschmittelfachleute e.V. zählt mit über 1.200 Mitgliedern zu den größten überregionalen, unabhängigen Fachvereinigungen in Europa.

1755 – Existenz einer Seifensiederzunft in München

Die Wurzeln der SEPAWA gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit bestanden nach den damaligen gesetzlichen Regelungen immer nur auf einzelne Städte begrenzt regionale Seifensieder- und Lichterziehervereinigungen in Form von Zünften, Gilden, Innungen oder Brüderschaften.

In diesen Vereinigungen wurden von selbständigen und angestellten Fachgenossen gemeinsame Interessen vertreten sowie Fachwissen und technische Kenntnisse weiter gegeben. Dieses vertauensvolle Verhältnis ohne politische Tendenzen ist auch bis heute eine tragende Säule der Fachvereinigung geblieben.

Im Jahr 1755 wurde in München eine entsprechende Standesvertretung der Seifensieder ins Leben gerufen, von der wir aus dem Jahr danach einen vergoldeten Messingpokal besitzen.


Auf den Silbermonturen befinden sich die Namen von 3 Seifensiedern:
Ignati Krasensk 1756, Anton Ritz 1756 und Aegidi Riener 1759.

Diese Seifensieder-Innung von München existierte bis Anfang 1860 und ging in einen Verein über, der aber wegen nicht genügender Mitgliederzahl und mangelnden Vermögens nach dem damaligen Vereinsgesetz wieder aufgelöst wurde. Allerdings wurde es dem Verein gestattet, als Innung fortzubestehen.

1900 – Gründung der „Vereinigung der Seifensieder und Parfümeure“ in München

Bereits 1892 beschlossen die Innungsmitglieder die Neugründung einer Seifensiedervereinigung. Aber erst auf Betreiben von Peter Krebitz wurde in München, am 8.12.1900, unter dem Vorstand von Jakob Munz einstimmig die „Vereinigung der Seifensieder und Parfümeure mit Sitz in München“ beschlossen. Zum Vereinsblatt wurde die „Seifensieder-Zeitung Augsburg“ bestimmt.

Zusammen mit dem Verband Bayerischer Seifenfabrikanten gelang es, an der Königlichen Industrieschule, in Nürnberg, 1907 einen chemischen Fachkurs für die Seifenfabrikation einzurichten. Für diesen Fachkurs stiftete der Verleger der Seifensieder-Zeitung, Hans Ziolkowsky, einen Ausbildungspreis. Bis heute ist diese Fachzeitschrift, jetzt bekannt unter dem Namen SOFW Journal, das Fachorgan unserer Vereinigung geblieben.

Im Jahr 1913 nahmen auf der nach Leipzig einberufenen Hauptversammlung die Mitglieder der 1909 in Berlin gegründeten Seifensieder-Vereinigung teil, um die Vorbereitungen eines Zusammenschlusses beider Vereinigungen anzubahnen. Zu dieser Zeit zählte die Münchner Vereinigung 504 Mitglieder.

1920 – Überregionaler Zusammenschluss der Vereinigungen von München und Berlin.

Am 18. April 1920 wurde in einer außerordentlichen Hauptversammlung in Berlin der Zusammenschluss beider Vereinigungen unter dem Vorstand von Franz Köppen verabschiedet. Damit entstand seit der Zeit der Seifensiederzünfte zum ersten Mal eine überregionale Fachvereinigung.

Diese Vereinigung hatte bis zum Ende des zweiten Weltkriegs Bestand, bevor sie sich in Folge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs auflöste.

1953 – Der Neubeginn

In Eigeninitiative organisiert nach dem zweiten Weltkrieg Jochen Lehmann einen monatlichen Rundschreibedienst als „Interessenaustausch der Seifensieder“ und regt die Neugründung der Fachvereinigung an. Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft wird in Frankfurt, vom 24. – 26.10.1953, die erste Seifensieder-Tagung wieder durchgeführt.

1954 – Gründungsversammlung der SEPAWA

In Ludwigshafen erfolgt im Anschluss an die Jahrestagung der Seifensieder am 24.10.1954 die Gründungsversammlung der SEPAWA – Vereinigung der Seifen-, Parfüm- und Waschmittelfachleute e. V.

Im Jahr darauf wird der überregionale jährliche Kongress erstmals in Bad Dürkheim durchgeführt, wo dann in ununterbrochener Folge alle Kongresse veranstaltet wurden und auch im Jahr 2003 der 50. SEPAWA-Kongress statt fand.

Auf Grund des stetig gewachsenen Umfangs des Kongresses und der hohen Teilnehmerzahl von 1.400 Kongressteilnehmern zog der SEPAWA-Kongress im Jahr 2004 nach Würzburg um. Seitdem findet der Kongress im Congress Centrum des Maritim-Hotels Würzburg statt.





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