M.Sc. Pharmacy Frederik Eberth

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scientific consultant & regulatory compliance advisor

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12 | Jenseits des Weißstandards: Quantifizierung von Stabilitätsverzerrungen in naturauthentischen Kosmetikformulierungen

Einleitung: Es besteht eine kritische Lücke zwischen der Verbrauchernachfrage nach nachhaltigen Inhaltsstoffen und dem Festhalten der Industrie am „Weiß-Standard“. Da die Beschaffung kosmetischer Rohstoffe zunehmend Upcycling-Nebenprodukte einschließt, verleihen diese Materialien von Natur aus cremefarbene, braune oder andere natürliche Farbtöne. Obwohl die Verbraucherakzeptanz für naturfarbene Produkte steigt, zögern Fachleute in der Industrie oft, sie zu verwenden. Dieses Zögern resultiert aus einem technischen Bias, bei dem Farbabweichungen als Instabilität angesehen werden. Infolgedessen werden wirksame Inhaltsstoffe oft übermäßig verarbeitet, was wertvolle bioaktive Stoffe entzieht, oder komplett abgelehnt, um eine sterile Ästhetik aufrechtzuerhalten.

Methodik: Diese Forschung konzentriert sich auf eine Umfrage zur Wahrnehmung unter Formulierern, die bei Kosmetikwissenschaftlern und Sicherheitsbewertern durchgeführt wurde, um die „Farbresistenz“ (die Zurückhaltung gegenüber nicht-weißer Ästhetik) zu messen. Ziel ist es, die Ursachen für Hindernisse bei der Formulierung zu identifizieren und dabei zwischen Ablehnungen aufgrund echter Stabilitäts- oder Sicherheitsrisiken und solchen aufgrund tief verwurzelter ästhetischer Konventionen zu unterscheiden.

Diskussion & Erwartete Ergebnisse: Durch die Analyse der Umfragedaten zur Farbresistenz skizziert diese Forschung regulatorische Strategien und identifiziert kritische Lücken in der Industrie:
– Bewältigung regulatorischer Herausforderungen: Diskussion darüber, wie ästhetische Voreingenommenheit Sicherheitsbewertungen (z. B. den Kosmetiksicherheitsbericht / CPSR) erschwert, und Etablierung von Rahmenbedingungen, damit natürliche Färbung nicht als oxidatives Versagen fehlinterpretiert wird.
– Neudefinition der Akzeptanz: Befürwortung breiterer, sicherer Akzeptanzkriterien in Produktspezifikationen basierend auf den Erkenntnissen der Umfrage.
– Zukünftige Validierung: Hervorhebung der Notwendigkeit objektiver Quantifizierungsmethoden (z. B. digitale Farbanalyse), um subjektive visuelle Kriterien bei Haltbarkeitsprüfungen zu ersetzen.

Fazit: Die Neudefinition der standardmäßigen kosmetischen Ästhetik ist entscheidend für die Nachhaltigkeit. Durch die Quantifizierung des Stabilitäts-Bias und die Etablierung regulatorischer Rahmenbedingungen für naturfarbene Produkte befähigt diese Forschung R&D-Teams, mit Zuversicht zu innovieren und sicherzustellen, dass umweltbewusste Formulierungen konform, stabil und authentisch sind.