Aktuelle Vorträge / Poster
(nach dem Kongress in der SOFW Mediathek verfügbar)
Dow
Principal Scientist
14.10.2026
10:15
10:30
Room 1
Überlegene ADW Glanzleistung bei sub % HEDP – pragmatischer Ansatz zur nachhaltigen Reduktion von Phosphor
Forum for Innovation
| Home Care, Industrial & Institutional Cleaning: “Innovative Aspects from the Fields of Detergents and Cleaners”
, Detergents / Automatic Dishwashing
(nach dem Kongress in der SOFW Mediathek verfügbar)
Vortragssprache: English
Automatische Geschirrspülmittel (ADW) stehen zunehmend vor der Herausforderung, eine hohe, für den Verbraucher relevante Leistungsfähigkeit mit strengeren regulatorischen Anforderungen an phosphorhaltige Inhaltsstoffe in Einklang zu bringen.
1 Hydroxyethyliden 1,1 diphosphonsäure (HEDP) ist hierbei ein etablierter und multifunktionaler Bestandteil moderner ADW Formulierungen. Sie wird insbesondere eingesetzt, um die Kristallisation von Calciumcarbonat effektiv zu kontrollieren, den Glanz auf Geschirr- und Oberflächenmaterialien zu verbessern sowie die Entfernung bleichbarer Verschmutzungen (z.?B. Teeflecken) unter stark alkalischen Bedingungen zu unterstützen.
Vor dem Hintergrund regulatorischer Entwicklungen – insbesondere im Zuge von Bewertungen durch die Europäische Kommission, verschärfter Ecolabel-Kriterien sowie steigender Nachhaltigkeitsanforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – gerät der Einsatz von HEDP jedoch zunehmend unter Druck. In diesem Kontext gewinnen niedrig dosierte Systeme mit einem HEDP Gehalt von unter 2?% an Bedeutung als realistischer Zwischenschritt auf dem Weg zu phosphonatarmen beziehungsweise langfristig phosphonatfreien Formulierungen.
Die vorliegende Studie beschreibt einen innovativen Formulierungsansatz, der es ermöglicht, zentrale Leistungsparameter wie Glanz, Filmvermeidung und Oberflächenästhetik aufrechtzuerhalten, während der HEDP Gehalt gleichzeitig um eine Größenordnung reduziert wird. Der Schlüssel hierzu liegt in einem synergetischen Design der Formulierungsarchitektur, das auf einer gezielten Kombination von Buildersystemen und Chelatbildnern, optimierten Tensidsystemen sowie leistungsfähigen polymeren Dispergiermitteln basiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass ADW Formulierungen mit signifikant reduziertem Phosphonatgehalt die für den Verbraucher sichtbare Reinigungsleistung vollständig aufrechterhalten können, sofern die Funktionen der Metallionenkontrolle und Dispergierung innerhalb des Systems strategisch neu verteilt werden.
Dieser Ansatz stellt eine pragmatische und technisch robuste Brücke dar, um aktuelle regulatorische Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig den Übergang zu zukünftigen, vollständig phosphorfreien Formulierungen zu ermöglichen.