SEPAWA Congress Clarius Torsten P
Dr. Torsten Clarius

BASF Personal Care and Nutrition GmbH

Senior Business Development Manager Active Ingredients

Aktuelle Vorträge / Poster

14.10.2026

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Peptid zur gezielten Reparatur von geschädigtem Collagen in der Haut

(nach dem Kongress in der SOFW Mediathek verfügbar)

Vortragssprache: German

Collagen ist das am häufigsten vorkommende Protein in der Haut, das sowohl strukturelle als auch funktionelle Aufgaben hat und durch seine einzigartige Dreifachhelix charakterisiert ist. Neben der allgemein bekannten Rolle in der Hautstruktur, die der Haut vor allem ihre Festigkeit verleiht, werden bei der Interaktion zwischen Fibroblasten und der Collagenmatrix biochemische Signale übertragen, die für Gewebeintegrität und Regeneration unerlässlich sind. Deshalb verursachen Schäden an den Collagenen Funktionsstörungen in allen Hautschichten, nicht nur der Dermis.

Die überwiegende Zahl kosmetischer Wirkstoffe hat zum Ziel, die Collagensynthese anzukurbeln, oder bestehendes Collagen vor Abbauprozessen zu schützen. Mit der Collagen-Hybridisierungspeptid (CHP)- Technologie steht der pflegenden Kosmetik jetzt ein völlig neues Verfahren zur Verfügung, das nicht nur vorbeugend wirkt: Vorhandene, aber durch Alterungsprozesse geschädigte Collagenfasern können repariert werden.

Die Collagen-Hybridisierungspeptid (CHP)-Technologie stammt ursprünglich aus der bio-medizinischen Diagnostik und wird durch über 650 wissenschaftliche Publikationen gestützt. Sie ermöglicht die gezielte, hochspezifische Bindung von Peptiden an geschädigte Stellen der Collagenhelix. Ursprünglich wurden CHPs als Biomarker von geschädigtem Collagen entwickelt, z. B. nach einem Herzinfarkt, Fibrosen oder Krankheiten, bei denen die Collagentypen I, III, IV, V, VII oder XVII betroffen sind. Deren beschädigte, dreifachhelikalen Domänen können hochselektiv mit der CHP-Technologie markiert werden.

Diese Plattform eignet sich auch zur Herstellung einer neuen Klasse intelligenter Peptide, die in der kosmetischen Hautpflege eingesetzt werden können.

Der erste Vertreter einer Reihe solcher CHP-Peptide für die kosmetische Anwendung enthält eine weitere, sogenannte „Zell-Integrin-bindende“ Aminosäuresequenz. Sie sorgt für die Verknüpfung der Collagenfaser mit Fibroblasten und unterstützt auf diese Weise Signalwege zur Regeneration der extrazellulären Matrix in der Dermis, trägt aber zusätzlich nachweislich auch zur Regeneration der anderen Hautschichten bei. Die Reparatur geschädigten Collagens wurde in einer klinischen Studie belegt, bei der den Probandinnen Biopsien entnommen wurden. Im Schnitt wurde über 40% des hauteigenen, geschädigten Collagens repariert.