Eve Gerecke

German Environment Agency (Umweltbundesamt, UBA)

Researcher

Aktuelle Vorträge / Poster

62 | Wirkung der Phosphonate HEDP und PBTC auf macrozoobenthische Organismen

Co-Authors:
1) Dominic Armbruster, TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe
2) Anja Coors, ECT Oekotoxikologie GmbH, Flörsheim
3) Philipp Egeler, ECT Oekotoxikologie GmbH, Flörsheim
4) Oliver Happel, TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser, Karlsruhe
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In Wasch- und Reinigungsmitteln sind u. a. biologisch schwer abbaubare organische Inhaltsstoffe enthalten, deren Umweltverhalten noch nicht gänzlich bekannt ist. Zu diesen Stoffen gehören auch die stark an Sediment und Schwebstoffe adsorbierenden Phosphonsäuren 1- Hydroxyethan- 1,1- diphosphonsäure (HEDP) und 2- Phosphonobutan- 1,2,4- tricarbonsäure (PBTC). Diese gelangen in zwar sehr geringen Mengen jedoch durch einen stetigen Einstrom über die Abläufe von Kläranlagen in die Oberflächengewässer und damit auch in Kontakt zu den Sedimenten bzw. Schwebpartikeln der Gewässer. Die im, in engen Kontakt mit oder von Sediment bzw. Sedimentbestandteilen lebenden Organismen wurden jedoch zur Bewertung des ökotoxischen Potentials von HEDP und PBTC bisher nicht untersucht.
Die Wirkung von an Sediment adsorbiertem HEDP bzw. PBTC auf Vertreter des Makrozoobenthos wurde nun in einem Forschungsvorhaben untersucht. Erste Ergebnisse aus ökotoxikologischen Tests zur Untersuchung des dermalen und/oder oralen Aufnahmeweges mit Lumbriculus variegatus (nach OECD TG 225) sowie zur Erforschung der Phosphonat-Wirkung auf die Reproduktion bzw. Entwicklung von Chironomus riparius (nach OECD TG 233) in rekonstituierten Sediment-Wasser-Systemen werden vorgestellt und erste ökotoxikologischer Kennzahlen abgeleitet. Die erhaltenen Wirkungsprofile der untersuchten Phosphonate auf Sedimentbewohner sollen eine realere Risikobewertung beider Substanzen ermöglichen.