SEPAWA Congress Ponomareva Tatiana P
Tatiana Ponomareva

Stranski-Laboratorium für Physikalische und Theoretische Chemie, Institut für Chemie, TU Berlin, Germany

Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Doktorand

Aktuelle Vorträge / Poster

14.10.2026

15:45

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Wechselwirkungen hydrophob modifizierter Polyelektrolytkomplexe mit Lipidmembranen

(nach dem Kongress in der SOFW Mediathek verfügbar)

Vortragssprache: English

Die Wechselwirkung zwischen Liposomen und PECs wird hauptsächlich durch elektrostatische Kräfte bestimmt, während hydrophobe Wechselwirkungen zusätzlich die Bildung und Struktur der entstehenden Komplexe beeinflussen können. Darüber hinaus haben die physikochemischen Eigenschaften der enthaltenen Polyelektrolyte, einschließlich ihrer chemischen Struktur, Ladungsdichte, Verteilung der geladenen Gruppen und Rückgratflexibilität, einen starken Einfluss auf die Struktur der PECs sowie auf deren Wechselwirkung mit Lipiddoppelschichten und damit auf die Stabilität und Morphologie der gebildeten Aggregate.
In dieser Arbeit wird die Wechselwirkung zwischen PECs und Lipidmembranen unter Verwendung von Liposomen untersucht, die aus 1,2-Dioleoyl-sn-glycero-3-phosphocholin (DOPC) als Modell-Liposomensystem bestehen. Die PECs setzen sich aus dem Polykation Poly(diallyldimethylammoniumchlorid) (PDADMAC) und dem Polyanion Natriumpolyacrylat (NaPAA) zusammen, die in unterschiedlichem Ausmaß mit Dodecylamin hydrophob modifiziert sind. Besonderes Augenmerk wird auf den Grad der hydrophoben Modifikation gelegt, da dieser das Gleichgewicht zwischen elektrostatischen und hydrophoben Wechselwirkungen bestimmt.
Der Einfluss des Grades der hydrophoben Modifikation, des Mischungsverhältnisses zwischen PECs und DOPC-Liposomen sowie des pH-Werts der Lösung wird mittels statischer und dynamischer Lichtstreuung (SLS/DLS), kryogener Transmissionselektronenmikroskopie (cryo-TEM) und Stopped-Flow-Techniken untersucht, um Informationen über die zeitliche Entwicklung nach dem Mischen von PECs und Liposomen zu erhalten. Die Ergebnisse liefern Einblicke in die Mechanismen, die die PEC–Lipid-Wechselwirkungen bestimmen, was einen grundlegenden Schritt für den potenziellen Einsatz von PECs als Trägersysteme darstellt. Darüber hinaus zeigen sie auf, wie komplexer aufgebaute, hierarchisch strukturierte kolloidale Systeme gezielt entworfen werden können.